Sportgemeinschaft Oberlichtenau e.V.

Derby zum Saisonstart

Handball-Ostsachsenliga 19.09.09



Radeberger SV 32 (16)

SG Oberlichtenau 34 (13)



Die Saison 2009/2010 sorgte bereits in der Sommerpause für den ersten Knaller. Zum Auftakt führte die Auslosung die Oberlichtenauer Männer zum Derby nach Radeberg. Die Heimstärke der Bierstäd-ter ist weithin bekannt. Wenn man dazu noch das Spielprotokoll betrachtet, ist schnell klar wer in dieser Begegnung Favorit und generell Aufstiegskandidat ist. Der RSV mit einem großen, starken Kader. Bei der SGO konnte Trainer Moschke drei Tage vor Ultimo, gerade alle Position einmal be-setzen und einen einzigen Auswechsler sicherstellen.

Veränderungen bei der SG Oberlichtenau zur Saison 2008/2009:

- der langjährige Spieler und Co-Trainer Olaf Wähner verlässt die Erste und wird Cheftrainer der Zweiten - Thomas Kirste steht in dieser Saison auf persönlichen Wunsch nicht zur Verfügung - Rico Ludwig studiert in Berlin und wird nur an einigen Spieltagen unterstützen können - Sven Kretschmar und Stephan Haase stehen beruflich bedingt nur sporadisch an einigen Spieltagen zur Verfügung - Einziger Lichtblick: Ab Oktober 2009 darf Patrick Gretschel bei den Männern auflaufen und wird im Rückraum für Entlastung sorgen

Zu den oben genannten Veränderungen kam hinzu, dass einige Spieler auf Grund von Krankheit bzw. Verletzungen, nicht einsatzfähig schienen. Doch noch am Spieltag meldeten sich die letzten, immerhin bedingt spielbereit.

Beide Mannschaften standen bisher für ihren jeweils starken Angriff, doch in den ersten zehn Minuten waren Tore Mangelware. Zahlreich vergebene Chancen und Ballverluste prägten die Anfangsphase. Die Gäste gerieten zwar 1:0 in Rückstand, aber drehten gleich und legten bis zum 3:4 vor. Radeberg kam immer besser ins Spiel und dreht abermals zum 6:5. Dieser Vorsprung konnte zwischenzeitlich ausgebaut werden. Allerdings kämpften die Blauhemden so stark, dass der RSV bis zur Schlussphase nie mehr als drei Tore Vorsprung erreichte.

In der Mitte der zweiten Halbzeit kam eine entscheidende Frage auf: „Würde die SG bis zum Schluss ohne größeren Einbruch gegen die konditionell starken Radeberger bestehen?“ Sollte das der Fall sein, wäre für die Pulsnitztaler alles drin. Die 56. Spielminute brach an und es stand nur noch 31:30 für den Radeberger SV. Ein Garant für den Anschluss waren zahlreiche Tore vom Oberlichtenauer Nico Ziesche, der mit seinen wuchtigen Angriffsaktionen die gegnerische Abwehr fast überrannte.

Der RSV blieb im Gegenangriff erfolglos. Die SG bekam die Chance zum Ausgleich und nutzte sie – 31:31. Die Situation wiederholt sich, der Gastgeber kommt nicht zum Torerfolg, aber die Gäste punkteten und führten wieder 31:32. Adrenalin pur, denn die Hausherren glichen aus. Foul am Oberlichtenauer mit der Nummer Fünf, geahndet mit Zeitstrafe und Strafwurf. Ziesche verwandelt als gefoulter selbst und zwar seinen siebten Strafwurf. Radeberg verspielt den Ball und die SGO wieder im Angriff – 32:34 und erneut Zeitstrafe für den RSV. In doppelter Unterzahl bis 30 Sekunden vor Schluss brennt nichts mehr an.

Der überraschende, aber im Nachhinein nicht unverdiente Sieg der SG Oberlichtenau, war ein erster wichtiger Schritt, um an die erfolgreichen letzten beiden Jahre anzuknüpfen. Alles andere wäre mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vermessen. (sv)

SGO: Hallmann, A. Schäfer im Tor; Schulze, Rudolph, Thomschke, Ziesche, Hunger, R. Schäfer, Ludwig, Röntzsch, Heimann, Kretschmar; Trainer: Moschke