Sportgemeinschaft Oberlichtenau e.V.

SGO unterliegt in spannendem Finale

Handball-Ostsachsenpokal 02.05.10



SG Oberlichtenau 28 (14)

SG Motor Cunewalde II 29 (11)



Eine turbulente Saison ging für die SG beinahe mit einer Negativserie zu Ende. Im letzten Punktspiel bezwang man jedoch die dritte Mannschaft vom HVH Kamenz auswärts deutlich und nahezu souverän. Genau zum richtigen Zeitpunkt fing sich das Moschke-Team. Denn trotz des Auf und Ab, erreichte Oberlichtenau schon vor dem Finale den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Am 20. Februar zog man mit einem Sieg gegen den Radeberger SV in das Finale des Ostsachsenpokals ein. Die SGO musste, oder treffender, durfte am 02. Mai noch einmal ran.

Von der Papierform war die höherklassige SG schärfster Titelanwärter. Doch wer weiß besser als die Blauhemden, wie schnell man als vermeintlicher Außenseiter, den Gegner zur Verzweiflung treiben kann, gilt man doch selbst als Favoritenschreck. Gerade diese Situation, dass man gegen die Großen die besten Spiele liefert und eben gegen schwächere Gegner oft nicht zum eigenen Spiel und Erfolg findet, relativiert die Goliath-Rolle.

Die eher ruhige Atmosphäre vor dem Spiel in der Kabine zeigte die Anspannung. Im Gegensatz zu der ansonsten eher ausgelassenen Stimmung, herrschte Ruhe und Konzentration. Dass Besondere war spürbar.

Gleich am Anfang zeichnete sich ab, dass es einen spannenden Pokalfight geben wird. Oberlichtenau legte immer wieder vor, Cunewalde ließ sich jedoch nicht abschütteln. Nach dem 3:3 verstärkte die SG den Druck. Einen starker Rückhalt im Tor, Alexander Schäfer, verhinderte so manchen Gegentreffer und ermöglichte aus einem hauchdünnen Vorsprung (4:3; 5:4) eine stattliche Führung (9:5; 11:6) zu erkämpfen. Denn im Angriff zeigte sich Oberlichtenau wieder großzügig bei der Chancenverwertung und musste so einiges durch Torwart und Abwehr ausgleichen. Es entwickelte sich keinesfalls ein spektakuläres Spiel, denn beide Teams waren darauf bedacht Fehler zu vermeiden und agierten eher verhalten. Bis zur Halbzeitpause passierte demzufolge nicht mehr viel. Oberlichtenau verwaltete den Vorsprung bis zum Zwischenstand 14:11.

Nach dem Seitenwechsel kam mehr Bewegung ins Spiel. Die stärkste Phase der SG begann. Durch einige Konter und schnelle Angriffskombinationen wurde der Vorsprung endlich ausgebaut (21:15). Anstatt diese günstige Ausgangslage zu nutzen, stand Oberlichtenau plötzlich komplett neben sich. Im Angriff funktionierte nichts mehr. Einige klare Chancen, darunter zwei Tempogegenstöße, wurden nicht verwertet. Zunächst brachten Einzelaktionen noch den einen oder anderen Treffer, doch über die Zeit würde man sich so nicht retten können, denn auch die Leistungen im gesamten Abwehrbereich wurden schwächer. Oberlichtenau wirkte wie gelähmt. Cunewalde nutzte die Gunst der Stunde und verkürzte (21:18; 24:22) und erzielte beim 25:24 den Anschluss. Ein Treffer der SG gab wieder Hoffnung, doch diese wurde jäh zerstört als der Gegner zwei Treffer in Folge markierte und ausglich. Spannender kann ein Finale wohl kaum sein. Zum Entsetzen der Mannschaft und der zahlreichen SGO-Fans erzielte Cunewalde die erste Führung des Spiels. Jetzt waren die Blauhemden in der Verfolgerrolle und glichen jeweils zum 27:27 und 28:28 aus. Neun Sekunden vor Schluss, die wahrscheinlich letzte Chance das Finale ohne Verlängerung zu entscheiden. Cunewalde bekam einen Freiwurf zugesprochen und der Ball landet im Netz. Die SG versuchte es mit einem schnellen Angriff, doch der den Anwurf ausführende Spieler wird am Mittelpunkt rabiat umgerissen um die Zeit verstreichen zu lassen. Cunewalde gewann den Ostsachsenpokal 2010 - Glückwunsch.

Die erste Mannschaft der SG Oberlichtenau bedankt sich bei Stephan Haase, Sven Kretschmar und Rico Ludwig für die Unterstützung trotz sehr weiter Anreisewege. Besonderer Dank gilt auch den Zuschauern und vor allem den Sponsoren.

SGO spielte mit:

A. Schäfer, Hallmann im Tor; Schulze (1), Rudolph (2/1), Ludwig (1), Ziesche (2/1), Hunger (7), Haase (2), R. Schäfer (1), Gretschel (1), Röntzsch (1), Heimann (8), Kirste (1), Kretschmar (1)